Forscher entdecken die einfachste Methode, damit deine Katze länger lebt

Freigänger-Katzen: Gefahr für sie selbst und die Natur
Freigänger-Katzen: Gefahr für sie selbst und die Natur

Katzen sind weltweit beliebte Haustiere. Ihr Streifen im Freien bringt aber sowohl ökologische als auch gesundheitliche Risiken mit sich, nicht nur für die Katzen, sondern auch für die lokale Tierwelt. In Australien zum Beispiel stellen freilaufende Katzen ein riesiges Problem für Kleintiere und Vögel dar. Jährlich töten die schätzungsweise 5,3 Millionen Hauskatzen in Australien sagenhafte 546 Millionen Tiere. Gleichzeitig setzen sich freilaufende Katzen Gefahren aus, die ihre Lebensdauer deutlich verkürzen können.

Was freilaufenden Katzen droht: für die Natur und für sie

Studien aus Australien, Neuseeland und den USA zeigen, wie riskant das Verhalten freilaufender Katzen ist. In einer US-Studie wurden 55 frei umherlaufende Katzen mit Halskameras beobachtet. Dabei zeigte sich, dass 45 % der Katzen Straßen überquerten und so die Gefahr liefen, angefahren zu werden. In Neuseeland untersuchte man 37 Kamerakatzen und fand heraus, dass 32 % der Katzen Straßen überquerten und 21 % sogar auf Dächer kletterten (was das Verletzungsrisiko erhöht).

Eine australische Studie mit 428 Katzen, die radioverfolgt wurden, ergab, dass die Tiere im Schnitt 4,8 Straßenquerungen pro Tag machten. In einer Untersuchung in Western Australia erlitten von 55 untersuchten Katzen innerhalb von acht Monaten zahlreiche Verletzungen, darunter Vergiftungen, Verlust eines Vorderbeins durch Verkehrsunfälle und Zahnbrüche nach Stürzen.

Unfälle, Krankheiten und ihre Folgen

Verkehrsunfälle zählen zu den Haupttodesursachen freilaufender Katzen. Europäische Schätzungen gehen davon aus, dass 18–24 % der Katzen im Laufe ihres Lebens von einem Auto angefahren werden, und etwa 70 % dieser Unfälle tödlich enden. Britische Studien bestätigen, dass Verkehrsunfälle die häufigste Todesursache bei Katzen zwischen einem und acht Jahren sind. Daneben führen Kämpfe und Stürze häufig zu Verletzungen, hohen Tierarztkosten und dauerhaften Beeinträchtigungen der Lebensqualität.

Beispiele und bekannte Fälle

Ein prominentes Beispiel: Jacinda Ardern, die ehemalige Premierministerin Neuseelands, verlor ihre Katze Paddles tragisch bei einem Verkehrsunfall im Jahr 2017. Solche Vorfälle sind nicht nur real, sondern finden sich auch in der Popkultur wieder, etwa in “Die Simpsons”, wo mehrere Katzen, darunter Snowball I und Snowball II, im Straßenverkehr verunglückten.

Wie man Katzen und Natur schützen kann

Mit einfachen Mitteln lässt sich sowohl die lokale Tierwelt schützen als auch die Lebenszeit von Hauskatzen verlängern. Viele Katzenbesitzer halten ihre Tiere drinnen, aber wer einen sicheren Außenbereich will, kann etwa einen eingezäunten Bereich („catio“) oder Spaziergänge an Leine und Geschirr nutzen. Solche Maßnahmen schützen die Katzen und ermöglichen ihnen gleichzeitig kontrollierten Kontakt zur Außenwelt.

Die Lage in Australien im Wandel

In Australien ist der Anteil der Haushalte, die Katzen drinnen halten, von 36 % im Jahr 2019 auf 48 % im Jahr 2025 gestiegen. Bei der wachsenden Zahl von Katzenbesitzern, etwa ein Drittel der australischen Haushalte hatte 2025 eine Katze, wächst auch das Bewusstsein für die Verantwortung, die Tiere sicher und gesund zu halten.

Zusammenfassend zeigen die aktuellen Studien, dass es wichtig ist, Hauskatzen vor den Gefahren des freien Umherstreifens zu schützen und zugleich die Auswirkungen auf die Tierwelt zu mindern. Katzenbesitzer sind gefragt, proaktiv zu handeln, damit ihre Tiere gesund und glücklich bleiben: ein kleiner Beitrag mit großer Wirkung auf ein empfindliches ökologisches Gleichgewicht.