Generation Z findet kaum Wohnraum – doch bald wird sie die wohlhabendste Generation aller Zeiten sein

Die renommierte Bank of America sagt voraus, dass die Generation Z zur „reichsten und einflussreichsten Generation der Geschichte“ wird. Auf den ersten Blick wirkt das überraschend, wenn man an die vielen Probleme denkt, mit denen junge Leute heute konfrontiert sind. Die Studie der Bank of America zeichnet dennoch ein optimistisches Bild der Zukunft dieser Generation, das man nicht einfach übergehen sollte.
Aktuelle Hürden und Zukunftsaussichten
Derzeit hat die Generation Z mit spürbaren Problemen zu kämpfen. Ganz oben stehen die Schwierigkeiten, passenden Wohnraum zu finden, und die Unfähigkeit, sich beruflich und privat vollständig zu etablieren. Viele empfinden verfügbare Jobs als wenig erfüllend oder sinnlos und meiden strikte Arbeitszeiten oder starre Hierarchien. Das wirkt sich direkt auf ihren Lebensstil aus: 146 % des Mindestlohns werden benötigt, um die derzeitigen Lebenshaltungskosten zu decken. Auch Kinder zu bekommen oder eine Familie zu gründen, wird häufig auf unbestimmte Zeit verschoben.
Gleichzeitig gehen die Erwartungen dahin, dass sich die finanzielle Situation der Generation Z in den kommenden Jahrzehnten deutlich verbessern wird. Die Studie zeigt, dass ihr Vermögen bereits in „nur zwei Jahren“ spürbar gewachsen ist – allein im letzten Februar um 8 %. Für 2030 wird ein Vermögen von rund 33,12 Billionen €, für 2040 rund 68,08 Billionen € und für 2045 rund 77,28 Billionen € prognostiziert.
Der große Vermögenstransfer (‚Grand Transfert de Richesse‘)
Ein zentrales Element dieser Entwicklung ist der sogenannte „Grand Transfert de Richesse“. Bis 2045 sollen etwa 77,28 Billionen € von älteren an jüngere Generationen weitergegeben werden. Ein Großteil dieses Vermögens wird zwar zunächst an die Generation X und die Millennials fließen, aber der Studie zufolge soll die Generation Z38 % dieses Betrags erhalten. Diese Vermögensübertragung könnte genau der Wendepunkt sein, der der Generation Z erlaubt, wirtschaftlich über ihre Vorgänger hinauszuwachsen.
Konsumverhalten und was das für die Wirtschaft heißt
Mit diesem Wandel ändern sich auch die Konsumprioritäten der Generation Z. Statt klassisch zu sparen, geben viele für sogenannte „kleine Luxusgüter“ aus – etwa Urlaube oder Online-Einkäufe – was unter anderem durch die Unzugänglichkeit des Immobilienmarktes und hohe Mieten bedingt ist. Die Bank of America erwartet, dass die Generation Z, sobald Geld verfügbar ist, zur „dominanten ökonomischen Kraft“ wird. Ihre speziellen Konsumgewohnheiten könnten Märkte und Sozialsysteme weltweit neu prägen.
Dieses veränderte Konsumverhalten zeigt, wie sich wirtschaftliche Machtverhältnisse verschieben und betont die disruptiven Eigenschaften der Generation Z. Die Bank of America beschreibt sie als „eine der disruptivsten Generationen für Ökonomien, Märkte und Sozialsysteme“. Das deutet darauf hin, dass die Veränderung über reine Vermögenswerte hinausgeht; es geht um eine umfassende Umgestaltung gesellschaftlicher Strukturen.
Die Generation Z steht damit an der Schwelle zu einer wirtschaftlichen Revolution, die weitreichende Folgen für die Weltwirtschaft haben dürfte. Trotz der heutigen Schwierigkeiten sieht die Zukunft vielversprechend aus, und die nächsten Jahre könnten spannende Veränderungen bringen, die ihre Rolle in der Gesellschaft neu definieren.